Weltberühmter Künstler

Christian SchadIsabella Krobisch

Christian Schad

Der Waitzinger Keller ist eng verflochten mit Christian Schad, dem Meister der neuen Sachlichkeit und Erfinder der Schadographie.

Susanna Waitzinger war seine Urgroßmutter und er ist 1894 in Miesbach geboren.

Die Stadt Miesbach hat sich den wertvollen Bestand des Christian-Schad-Archivs gesichert.

Der Kunstmaler Christian Schad wurde am 21. August 1894 als direkter Nachfahre der
Familien Waitzinger und Fohr in Miesbach geboren. Auf diese Dynastie gehen große
Besitztümer wie Waitzinger Bräu und Waitzinger Keller und gewaltige Pioniertaten wie die
erste Stromübertragung von Miesbach nach München oder die Gründung des Bergwerks
in Miesbach zurück.


Christian Schad, den Sohn von Karl und Marie Schad und den Urenkel von Susanna Waitzinger,
haben seine Wege indes zur Kunst geführt. Er entwickelte seit 1919 Photogramme,
die später als „Schadographien“ weltberühmt wurden. Hauptsächlich schuf er jedoch Zeichnungen,
Grafiken und seine legendären Porträts, die die mondäne Seite der „goldenen“
Zwanziger Jahre widerspiegeln und ihn zum Meister der „Neuen Sachlichkeit“ werden ließen.
Diese Werke befinden sich heute in den großen Museen der Welt, vom „Metropolitan
Museum of Art“ in New York bis zur Kunsthalle Hamburg.

Der Stadt Miesbach ist es gelungen, eine beachtliche Grafiksammlung aufzubauen.

Diese Werke wurden seit den 1980er Jahren von der Edition Richter in Rottach-Egern angekauft.
Das Ehepaar Richter lernte Christian Schad 1972 kennen. Als Inhaber einer Werbeagentur
besaßen sie das „Know how“ und die Kontakte, um dem Künstler 1974 zu seinem 80.
Geburtstag eine große Einzelausstellung in Berlin auszurichten. Dieses Ereignis sorgte
für Furore in der Kunstwelt und war die Geburtsstunde des Christian Schad Archivs.

Seit Januar 2018 befindet sich im Rathaus Miesbach das Christian-Schad-Archiv.
Kontakt: 08025 283-42 oder archiv@miesbach.de

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